Fachliteratur zur Stiftungsrecht-Reform: Umfassende Änderungen zum 1.7.2023
Das Stiftungswesen in Deutschland boomt – und wurde nach jahrelangen Diskussionen 2023 umfassend reformiert. Am 1.7.2023 ist die Stiftungsrechtsreform in Kraft getreten (Gesetz zur Vereinheitlichung des Stiftungsrechts). Aus den bisher neun stiftungsrechtlichen Paragrafen im BGB wurden 36 Paragrafen.
Für Stiftungen des bürgerlichen Rechts – die drei Viertel aller Stiftungen in Deutschland ausmachen – gilt seitdem bundesweit ein neues einheitliches Stiftungsrecht, mit dem viele Streitfragen geklärt werden sollen.
Herausforderndes Stiftungsrecht: Aktuelle Fachliteratur notwendig
Auch ein Blick auf die Zahlen belegt die Relevanz des Themas: Es gibt 25.777 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts und das Stiftungswachstum liegt jährlich bundesweit bei rund 2,1 Prozent, wie der Bundesverband der Stiftungen berechnet.
Das Stiftungsrecht ist eine herausfordernde Materie. Praktikerinnen und Praktiker sind auf aktuelle Fachliteratur angewiesen. Zumal im Stiftungsrecht bereits eine weitere Reform ansteht: Zum 1. Januar 2026 soll ein Stiftungsregister eingeführt werden.
Reform im Stiftungsrecht: Zahlen, Daten, Fakten zum Stiftungswesen in Deutschland
Anlässlich der Reform des Stiftungsrecht (Inkrafttreten 1. Juli 2023) blicken wir auf die Statistik zum Stiftungswesen in Deutschland.
Wie viele Stiftungen gibt es in Deutschland?
Deutschland ist in Europa eines der stiftungsreichsten Länder. Stand 31. Dezember 2023 gab es 25.777 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts. 637 Stiftungen wurden allein 2023 neu errichtet. Die Zahl der Stiftungen wächst – im Vergleich zum Vorjahresbestand um 2,1 Prozent (Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Stand: 2024).
In welchen Bundesländern ist das Stiftungswachstum am stärksten?
Mit 122 neu gegründeten Stiftungen und einem Nettowachstum von 2,2 Prozent ist das Stiftungswachstum in Nordrhein-Westfalen am stärksten. Rheinland-Pfalz folgt direkt danach mit 95 neuen Stiftungen und einem Nettowachstum von 6,5 Prozent. Bayern erreichte mit 80 Neuerrichtungen (Nettowachstum 1,0 Prozent) den dritten Platz. (Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Stand: 2024).
Wo gibt es die meisten Stiftungen in Deutschland?
In Anbetracht der Stiftungsdichte, also dem Verhältnis von Stiftungen zur Zahl der dort lebenden Menschen, ist Hamburg an der Spitze: Pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gibt es dort 80 Stiftungen. Bremen landet auf Platz 2 (51 Stiftungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner), gefolgt von Hessen auf Platz 3 (43 Stiftungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner) (Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen, Stand: 2024).
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Stand: Februar 2025